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PV-Anlage mieten oder kaufen: Der ehrliche 20-Jahres-Vergleich 2026

PV-Anlage mieten klingt bequem, kostet aber über 20 Jahre 5.000 bis 10.000 Euro mehr als der Eigenkauf. Wir zeigen die vollständige Rechnung, die Pacht-Fallen bei Vertrag, Verkauf und Ausstieg und wann sich das Miet-Modell trotzdem lohnt.

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PV-Anlage mieten oder kaufen: Der ehrliche 20-Jahres-Vergleich 2026

Die Frage PV-Anlage mieten oder kaufen ist 2026 in fast jeder unserer Erstberatungen dabei. Anbieter wie Enpal, 1KOMMA5°, Zolar und DZ-4 werben mit Solaranlagen ab 89 Euro im Monat, ohne Eigenkapital, mit Rundum-Sorglos-Paket. Der Vergleich klingt attraktiv, weil im Kopfrechnen 89 Euro pro Monat weniger dramatisch wirken als 20.000 Euro auf einen Schlag. Sobald du die 20 Jahre Laufzeit zu Ende rechnest und die 0-Prozent-Mehrwertsteuer beim Kauf sowie den KfW-Kredit 270 dazu nimmst, dreht sich das Bild allerdings deutlich. In diesem Ratgeber findest du die vollständige Rechnung, die Fallstricke im Vertrag und die drei Situationen, in denen Mieten trotzdem einen Blick wert ist.

Definition
PV-Anlage mieten (Photovoltaik-Pacht)

Beim Miet- oder Pacht-Modell installiert ein Anbieter eine Photovoltaik-Anlage auf deinem Dach und bleibt ihr Eigentümer. Du zahlst über 20 Jahre eine monatliche Rate, ähnlich einer Leasing-Rate beim Auto. Wartung, Versicherung und Reparaturen sind meist enthalten. Nach 20 Jahren gibt es je nach Anbieter entweder eine kostenlose Übernahme, eine symbolische Zahlung oder eine Restwert-Ablöse. Der erzeugte Strom gehört dir, die Einspeisevergütung wird zwischen dir und dem Anbieter geregelt.

PV-Anlage mieten: Wie das Modell wirklich funktioniert

Beim Miet-Modell trägt zunächst der Anbieter die Investition. Er kauft Module, Wechselrichter, Speicher und lässt sie über einen Sub-Unternehmer oder einen eigenen Trupp montieren. Anschließend läuft ein Miet-, Pacht- oder Nutzungsvertrag mit einer festen Laufzeit von in der Regel 20 Jahren, gelegentlich auch 25. Du zahlst eine feste monatliche Rate, oft indexiert an die Inflation. Der erzeugte Strom fließt in deinen Haushalt. Was nicht verbraucht wird, wird ins Netz eingespeist. Die Einspeisevergütung nach EEG wird bei den meisten Anbietern verrechnet oder direkt an sie ausgezahlt.

Klingt einfach, ist es im Grundsatz auch. Der Haken sitzt an zwei Stellen. Erstens: Der Miet-Vertrag ist eine Vollkasko-Konstruktion. Der Anbieter trägt Bau, Betrieb, Wartung, Versicherung und muss dafür einen ordentlichen Aufschlag verlangen. Zweitens: Die Laufzeit von 20 Jahren ist die typische Amortisationsdauer einer eigenen Anlage. Was du in dieser Zeit als Rendite verdient hättest, wandert bei der Miete zum großen Teil an den Anbieter.

Der 20-Jahres-Vergleich in Zahlen

Wir rechnen den typischen Fall aus unserer Praxis nach: Ein Einfamilienhaus in Bonn oder Siegburg, eine 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher, 3.500 kWh Jahresverbrauch, angenommener Eigenverbrauchsanteil 70 Prozent, Rest Einspeisung. Der aktuelle Netz-Strompreis liegt bei rund 34 Cent pro kWh, die Einspeisevergütung 2026 bei rund 8 Cent pro kWh.

PositionPV-Anlage mietenPV-Anlage kaufen (KfW 270)
Eigenkapital0 €0 € (100 % KfW-Finanzierung)
Monatliche Rate125 € (Ø Marktdurchschnitt)115 € (KfW 270, 20 J., ~4,5 %)
Gesamt-Zahlungen 20 J.30.000 €27.600 €
Einspeisevergütung 20 J.Anbieter behält (üblich)+3.400 € an dich
Effektive Kosten 20 J.30.000 €24.200 €
Anlage nach 20 J.Restwert-VerhandlungGehört dir voll, Weiterbetrieb ohne Rate
Betrieb Jahr 21 bis 30Neuer Vertrag oder Übernahme (offen)~0 € Kapital, ~150 € Wartung pro Jahr
20-Jahres-Vergleich für eine typische 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher. Zahlen basierend auf aktuellen Marktangeboten und der KfW-Konditionen-Übersicht 2026.

Der reine 20-Jahres-Vorteil des Eigenkaufs liegt bei rund 5.800 Euro. Er wächst deutlich, wenn du Jahr 21 bis Jahr 30 mitrechnest, weil die eigene Anlage dann fast kostenlos weiterläuft, während der Miet-Vertrag entweder ausläuft, verlängert wird oder in einer Restwert-Verhandlung endet. In unseren realen Beispielen aus der Region liegt der Gesamt-Vorteil des Eigenkaufs nach 25 Jahren regelmäßig zwischen 12.000 und 20.000 Euro.

Warum das Miet-Modell strukturell teurer sein muss

Der Anbieter finanziert deine Anlage, versichert sie, wartet sie und will damit Geld verdienen. In der Preiskalkulation der Pacht steckt der reine Anschaffungspreis, der Zinsaufwand des Anbieters, seine Kalkulation für Wartung und Ersatz, seine Verwaltungskosten, eine Risikoprämie und der eigentliche Unternehmensgewinn. Das sind je nach Anbieter Aufschläge von 25 bis 40 Prozent gegenüber dem Direktkauf. Selbst wenn der Anbieter besser einkauft als der Endkunde: Diese Marge muss über die Laufzeit hereinkommen. Anders geht das Geschäftsmodell nicht auf.

Beim Eigenkauf mit KfW 270 zahlst du dagegen den reinen Bau- und Materialpreis plus einen einstelligen Bank-Zins. Wartung und Versicherung sind nicht kostenlos, aber sie sind eine überschaubare eigene Position von 100 bis 200 Euro pro Jahr, keine 20-jährige Vollkasko-Marge.

Vorteile und Nachteile im direkten Vergleich

Pro
  • +Kaufen mit KfW: 0 % MwSt seit 2023, kein Vorsteuer-Vorspiel.
  • +Kaufen: Anlage gehört dir, Einspeisevergütung 20 Jahre garantiert bei dir.
  • +Kaufen: nach spätestens Jahr 12 amortisiert, danach 8 bis 18 Jahre reine Rendite.
  • +Kaufen: Immobilienwert steigt messbar. Beim Verkauf ein sauberes Asset.
  • +Kaufen: freie Wahl bei Speicher-Erweiterung, Wallbox, Wärmepumpen-Anbindung.
  • +Kaufen: freie Wahl bei Stromtarif und Direktvermarktung.
Contra
  • Mieten: Anlage bleibt Eigentum des Anbieters. Kein Kapitalaufbau bei dir.
  • Mieten: 20 Jahre feste Vertragsbindung, Ausstieg meist nur mit Ablösung.
  • Mieten: Einspeisevergütung geht in vielen Verträgen an den Anbieter.
  • Mieten: Hausverkauf verlangt Vertragsübertragung, die Käufer oft ablehnen.
  • Mieten: Wartung ist Pflichtbestandteil des Vertrags, du hast keine Anbieter-Auswahl.
  • Mieten: Nach 20 Jahren offene Restwert- und Übernahme-Frage.
Vorsicht mit den Werbe-Preisen 'ab 89 Euro'
Die niedrigen Einstiegsraten in der Werbung gelten meist für kleine 4-kWp-Anlagen ohne Speicher, ohne Wallbox und ohne Notstrom-Funktion. In der Realität liegt der Miet-Preis für eine sinnvoll ausgelegte 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher zwischen 110 und 155 Euro pro Monat. Vergleiche also nie die Werbe-Rate mit deinem Kauf-Angebot, sondern immer die tatsächliche Konfiguration.

Warum die 0-Prozent-Mehrwertsteuer alles verändert

Seit dem 1. Januar 2023 gilt nach § 12 Absatz 3 UStG für Privatkunden 0 Prozent Mehrwertsteuer auf Solaranlagen, Speicher und Wechselrichter. Diese Regel war der bisher größte Preishebel für den Eigenkauf. Vorher hatten Miet-Anbieter einen echten Vorteil, weil sie die Vorsteuer als Unternehmen geltend machen konnten. Heute ist dieser Vorteil weg. Beide Seiten kaufen effektiv netto ein.

Zusätzlich ist der Ertrag bis 30 kWp bei Privathaushalten ertrag- und einkommensteuerbefreit. Wer eine Anlage kauft, muss den Solar-Strom nicht mehr in seiner Steuererklärung deklarieren. Dieser Punkt macht den Direktkauf 2026 auch steuerlich einfacher als das Miet-Modell, bei dem je nach Anbieter Vertrags-Gestaltungen um die Einspeisung zu klären sind.

Kauf-Alternative ohne Eigenkapital: der KfW-Kredit 270

Das häufigste Argument für die Miete ist: kein Eigenkapital nötig. Genau dafür gibt es aber den KfW-Kredit 270 als Standard-Alternative. Er ist ein Investitionskredit der bundeseigenen Förderbank speziell für Erneuerbare Energien inklusive Photovoltaik und Speicher.

  • Beleihung bis 100 Prozent der Investitionskosten möglich.
  • Laufzeiten bis 20 Jahre, tilgungsfreie Anlaufphase auf Wunsch.
  • Zinsen typischerweise deutlich günstiger als klassische Verbraucherkredite, weil bank-refinanziert über die KfW.
  • Antragstellung läuft immer über die Hausbank, nicht direkt bei der KfW.
  • Kombinierbar mit dem progres.nrw-Zuschuss für den Batteriespeicher.

Der Antragsprozess braucht Bonität. Wenn dein Einkommen ausreicht und die SCHUFA sauber ist, bekommst du den KfW-270-Kredit für eine 20.000-Euro-Anlage ohne Probleme. Die Monatsrate liegt dann in der Regel niedriger als die Rate eines vergleichbaren Miet-Angebots, weil du eben kein Anbieter-Aufschlag zahlst, sondern nur den Bank-Zins.

Praxis-Fallen im Miet-Vertrag

Die Miet-Verträge der großen Anbieter sind gut geschrieben, aber sie haben Klauseln, die im Alltag Kopfschmerzen machen. Wir sehen in der Praxis regelmäßig drei Fallen.

  1. Verkaufsklausel: Wer sein Haus vor Vertragsende verkauft, muss den Käufer zur Übernahme des Vertrags bewegen. Käufer wollen häufig keinen 15-Jahres-Vertrag über eine fremde Anlage übernehmen. Ergebnis: entweder Preisabschlag beim Hausverkauf oder Ablösung mit vier- bis fünfstelligen Beträgen an den Anbieter.
  2. Indexklausel: Die monatliche Rate ist oft an einen Preisindex gekoppelt und steigt jedes Jahr um 1 bis 2 Prozent. In der Werbung steht die Anfangs-Rate, in der 20-Jahres-Rechnung landet ein deutlich höherer Durchschnitt.
  3. Restwertklausel: Nach Vertragsende ist die Übernahme in vielen Verträgen nicht kostenlos. Je nach Anbieter fallen einige hundert bis mehrere tausend Euro an, damit die Anlage wirklich dir gehört. Wer bis dahin schon 30.000 Euro Miete gezahlt hat, empfindet das oft als Zumutung.
Was Stiftung Warentest sagt
Die großen Miet-Anbieter wurden 2024 von Stiftung Warentest getestet und schnitten insgesamt nur mit befriedigend ab. Kritisiert wurden lange Bindungen, höhere Gesamtkosten und teils intransparente Vertragsbedingungen. Lokale Meisterbetriebe mit Direktkauf-Modell erzielten in der Studie deutlich bessere Noten.

Wann Mieten trotzdem sinnvoll sein kann

Wir sind nicht generell gegen das Miet-Modell. In drei konkreten Situationen kann es die richtige Wahl sein.

  1. Keine Bonität für den KfW-270-Kredit und keine Möglichkeit, das Eigenkapital anders aufzubringen. Dann ist der Miet-Weg der einzige Weg, überhaupt eine PV-Anlage aufs Dach zu bekommen. Besser eine teure eigene Anlage als gar keine.
  2. Zwischenphase im Eigentum: Erbengemeinschaft, laufende Scheidung, offene Baumaßnahmen. Wenn heute nicht klar ist, wer in fünf Jahren Eigentümer ist, ist ein 20-Jahres-Investitionskredit riskant. Ein kündbarer Miet-Vertrag kann brücken bauen.
  3. Ausdrücklicher Wunsch nach maximaler Bequemlichkeit ohne Vergleichsrechnung: Wer den Aufwand von Angeboten einholen, Kreditantrag stellen und Handwerker koordinieren wirklich nicht will und den Preisaufschlag bewusst akzeptiert, findet in den Miet-Modellen ein gültiges Produkt. Ehrliche Selbst-Einschätzung ist hier wichtig.

In allen anderen Fällen und das sind nach unserer Erfahrung mindestens 90 Prozent der Anfragen ist der Eigenkauf mit KfW oder Eigenkapital sowohl finanziell als auch praktisch die bessere Wahl.

Was du konkret vergleichen solltest, bevor du unterschreibst

Wenn du zwischen Miete und Kauf schwankst, hol dir beide Angebote schriftlich und vergleiche fünf konkrete Zahlen.

  • Kauf-Festpreis in Euro inklusive 0 Prozent MwSt und aller Nebenkosten (Anmeldung, Zählerwechsel, Gerüst).
  • Monatliche Miet-Rate für exakt die gleiche Anlagengröße und Speicher-Kapazität, plus Angabe der jährlichen Indexierung.
  • Wer bekommt die Einspeisevergütung? Beim Kauf: du. Beim Mieten: prüfe die Vertragsklausel im Detail.
  • Wartungskosten pro Jahr beim Kauf gegen Wartung inklusive beim Mieten.
  • Was passiert nach 20 Jahren beim Miet-Vertrag? Kostenlose Übernahme oder Restwert? Muss schriftlich geregelt sein.

Regionale Perspektive: Bonn, Siegburg, Rhein-Sieg und Köln

In unserer Region sehen wir bei den Miet-Kunden ein wiederkehrendes Muster. Der Erstkontakt lief über Online-Werbung eines der großen Anbieter. Der Vertrag wurde zügig unterschrieben, oft ohne einen zweiten regionalen Betrieb einzuholen. Zwei bis vier Jahre später ruft uns der Kunde an, weil eine Erweiterung nicht möglich ist, weil die Wartung nicht funktioniert hat oder weil ein Hausverkauf ansteht. Wir haben mehrfach helfen können, aber der Umstieg ist teuer. Die Ablösung eines Miet-Vertrags kostet je nach Restlaufzeit fünfstellig.

Wenn du zwischen Bonn, Königswinter, Siegburg, Troisdorf, Sankt Augustin oder im Rhein-Sieg-Kreis überlegst, dann ist unser Rat: hol dir immer mindestens ein regionales Angebot mit Festpreis, bevor du eine Miet-Rate unterschreibst. Wir kennen die Netzbetreiber (Bonn-Netz, Westnetz, RheinEnergie), die Bauämter und die lokalen Förderprogramme. Kein Miet-Anbieter aus Berlin oder München hat diese lokale Tiefe.

Wir haben in den vergangenen drei Jahren mehr als 30 Kunden zurückgewonnen, die aus einem Miet-Vertrag ausgestiegen sind. Der Ausstieg war jedes Mal teurer als der ursprüngliche Direkt-Kauf gewesen wäre. Wer heute zwischen mieten und kaufen schwankt, sollte diese Erfahrung ernst nehmen.Lindrit Ramusholli, Geschäftsführer LB-Solartec GmbH

Fazit: Kaufen ist 2026 fast immer die bessere Wahl

Die Rechnung PV-Anlage mieten oder kaufen ist 2026 klarer als je zuvor. Die 0-Prozent-Mehrwertsteuer und der KfW-Kredit 270 machen den Eigenkauf auch ohne Eigenkapital zugänglich. Der Preisaufschlag im Miet-Modell liegt strukturell bei 25 bis 40 Prozent über die Laufzeit. Die Vertragsbindung über 20 Jahre passt schlecht zur Realität von Hausbesitzern, die im Schnitt alle 10 bis 15 Jahre größere Entscheidungen über ihre Immobilie treffen.

Wenn du nicht in einer der drei Ausnahme-Situationen bist (fehlende Bonität, unklares Eigentum, bewusster Bequemlichkeits-Kauf), dann rechnet sich der Eigenkauf 2026 fast immer besser. Wichtig ist der ehrliche Vergleich mit exakt gleicher Konfiguration und die Prüfung der Vertragsklauseln beim Miet-Angebot. Wer beide Angebote nebeneinander legt und die 20-Jahres-Rechnung fertig macht, entscheidet in fast allen Fällen für den Kauf. Wir sehen es Woche für Woche in Bonn, Siegburg und Umgebung.

Häufige Fragen zu PV-Anlage mieten oder kaufen

Lohnt sich eine PV-Anlage zu mieten wirklich nicht?+
In den meisten Fällen nicht. Über 20 Jahre kostet die Miete strukturell 25 bis 40 Prozent mehr als der Eigenkauf. Der Anbieter finanziert dich, versichert dich und will damit Geld verdienen, das schlägt sich in der Rate nieder. Wer Bonität hat, fährt mit KfW 270 fast immer günstiger.
Was kostet eine PV-Anlage zu mieten im Monat?+
Realistische Miet-Raten für eine 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher liegen 2026 zwischen 110 und 155 Euro pro Monat, oft mit jährlicher Indexierung um 1 bis 2 Prozent. Die Werbe-Raten ab 89 Euro gelten meist für kleine 4-kWp-Anlagen ohne Speicher.
Kann ich eine gemietete PV-Anlage vorzeitig ablösen?+
In der Regel ja, aber gegen Ablöse-Zahlung. Je nach Anbieter und Restlaufzeit fallen einige tausend bis über zehntausend Euro an. Die genaue Formel steht im Vertrag und sollte vor Unterschrift geprüft werden. Kostenlos raus kommst du typischerweise nicht.
Wem gehört die Einspeisevergütung bei einer gemieteten Anlage?+
In den meisten Verträgen geht die Einspeisevergütung an den Anbieter, weil er formell Betreiber der Anlage ist. Bei einigen Verträgen bekommst du sie anteilig oder als Verrechnung auf die Miet-Rate. Genau nachlesen, das ist ein häufiger Streitpunkt.
Was passiert nach 20 Jahren Vertragslaufzeit?+
Das regelt der Vertrag. Möglich sind kostenlose Übernahme, symbolische Ein-Euro-Ablöse, Restwert-Zahlung oder Vertragsverlängerung. Bei einigen Anbietern ist die Übernahme nicht garantiert, das ist ein Risiko. Beim Eigenkauf ist die Anlage nach der Finanzierung sowieso deine.
Kann ich mein Haus mit gemieteter PV-Anlage verkaufen?+
Ja, aber der Käufer muss den Miet-Vertrag übernehmen. Das lehnen viele Käufer ab oder verlangen einen Preisabschlag. Alternativ musst du den Vertrag mit einer Restwert-Zahlung selbst ablösen. Beim Eigenkauf ist die PV-Anlage ein wertsteigerndes Feature, kein Verhandlungshindernis.
Ist der KfW-Kredit 270 wirklich günstiger als eine PV-Miete?+
In den meisten Fällen ja. Der KfW-270-Kredit finanziert 100 Prozent der Anschaffung, die Laufzeit passt zur Miet-Alternative, der Zinssatz liegt unter dem impliziten Zinsniveau der Miet-Rate. Voraussetzung: ordentliche Bonität. Antragstellung läuft über die Hausbank.
Für wen ist das Miet-Modell trotzdem passend?+
Für Haushalte ohne KfW-Bonität, für Eigentümer in unsicherer Zwischenphase (Erbengemeinschaft, laufende Scheidung) und für Kunden, die den Preisaufschlag bewusst gegen maximale Bequemlichkeit tauschen wollen. Diese drei Gruppen sind zusammen deutlich unter zehn Prozent unserer Anfragen.
Tags
#pv-anlage-mieten#photovoltaik-mieten-oder-kaufen#pv-pacht#solaranlage-mieten#kfw-270#eigenkauf

Quellen & weiterführende Links

  1. § 12 Abs. 3 UStG (0 % MwSt für PV-Anlagen) · Bundesministerium der Justiz
  2. KfW-Kredit 270 Erneuerbare Energien Standard · Kreditanstalt für Wiederaufbau
  3. progres.nrw Marktentwicklung: Speicher-Zuschuss · Land Nordrhein-Westfalen
  4. Verbraucherzentrale zu PV-Miet- und Pacht-Modellen · Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen
  5. Stiftung Warentest PV-Anbieter 2024 · Stiftung Warentest
  6. BSW-Solar Marktreport und Miet-Marktbeobachtung · Bundesverband Solarwirtschaft
LB-Solartec Meister-Team
LB-Solartec Meister-Team
Photovoltaik-Meisterbetrieb · Siegburg

Seit 2014 installieren wir Solaranlagen im Rhein-Sieg-Kreis, in Bonn, Köln und Umgebung. Über 1.200 realisierte Projekte, eigene Monteure, kein Subunternehmer-Modell. Wir haben mehrere Kunden zurückgewonnen, die vorher in einem Miet-Vertrag steckten.

Fachlich geprüft von Lindrit Ramusholli, Geschäftsführer LB-Solartec GmbH
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